Dachau-Besuch der 9. Klassen


Dachaufahrt der 9. Klassen Am 8.11.2007 unternahmen, da es Unterrichtsstoff der. 8./9. Klasse ist, die beiden 9. Klassen der Robert-Schuman-Schule eine Studienfahrt in die KZ-Gedenkstätte Dachau, ca. 20 km nördlich von München. Die Studienfahrt begann um 8.00 Uhr, auf dem Parkplatz der Robert Schuman- Schule, von der aus wir nach 1,5 Stunden langer Busfahrt irr Konzentrationslager ankamen. Nach einem kurzen Marsch zum Eingang des Konzentrationslagers, sahen wir schon ein Schild am Einganstor - auf dem stand "Arbeit macht frei". Nach dem Tor empfing uns Frau Schlomberger-Dogu und führte uns zwei Stunden durch die ganze Anlage der KZ- Gedenkstätte. Sie zeigte uns ein Denkmal, auf dem man sehen konnte wie verzweifelt Häftlinge in den mit Strom geladenen Zaun, der das ganze Konzentrationslager umzog, sprangen um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Wir erhielten viele Informationen über den Alltag eines Gefangenen, wie das Aufstehen um 5.00 Uhr im Sommer und im Winter um 6.00 Uhr. Der Gefangenen wurde nur eine halbe Stunde Zeit gewährt, um an der anschließenden Zählung auf dem Appellplatz bereitzustehen. Von dort aus ging es für die Gefangenen, die nur aus Männern bestanden, weiter zur Arbeit als z.B. Schlosser, Putzdienst und Schreiner. Es gab aber auch schwere körperliche Arbeiten, gearbeitet wurde meistens 12 oder mehr Stunden an Tag.

Frau Schlomberger-Dogu erzählte uns, dass die Gefangenen mit Viehwaggons, Lkws oder zu Fuß eingeliefert wurden. Sie zeigte uns auch die Baracken, aus Holz gefertigte dreistöckige Stockbetten, in denen 200 Menschen lebten und für die nur sechs Toiletten zur Verfügung standen. War die Bettwäsche nicht in rechten Winkel zusammengelegt, so gab es einige Strafen wie z.B. das Einsperren in Gefängniszellen, in denen es die ganze Zeit über dunkel war. Nach einem weiteren kurzen Marsch kamen wir zum Krematorium, vor denen es zwei gab. Das zweite wurde erst errichtet, als viele Menschen an Krankheiten wie z.B. Tuberkulose, oder Exekutionen, die so genannte "Sonderbehandlung" starben. Eine Gaskammer, auch "Brausebad" genannl gab es auch. Es wurde aber nie in Betrieb genommen, man weiß bis heute nicht warum.

Das Konzentrationslager Dachau bestand bis zur Befreiung der Amerikaner in April 1945, aus ca. 210.000 männlichen Gefangenen. Als wir in der

Ausstellungsräumen waren, konnte man viele Bilder sehen und die alte Sträflingskleidung begutachten.

Wir sahen auch, das soeben dazu gelernte nochmals in einem Film. Nach dem Film konnten wir noch eine halbe Stunde unsere Interessen verfolgen. Man konnte z.B. die Kirchen verschiedener Konfessionen, die auf der Anlage stehen, besichtigen oder nochmals zum Krematorium gehen und sich dort verschiedene Bilder ansehen. Um 13.00 Uhr trafen wir uns vor dem Denkmal, um noch ein Klassenfoto zu schießen. Wir liefen daraufhin zu unserem Bus und traten die Heimreise an. Um 15.00 Uhr kamen wir wieder in Kempten an. Wir konnten viele erschreckende aber auch nützliche Informationen für die Zukunft, mit auf den Weg nach Hause nehmen. Nach Der Befreiung der noch Überlebenden, stellte sich heraus, dass ca. 36000 Menschen ihr Leben im Konzentrationslager ließen. Ich hoffe deswegen, dass sich so etwas nie wieder wiederholt. Marcel, 9b